
Deutschland hat beschlossen, das F126-Fregattenprogramm, das als größtes Marineprojekt des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg gilt, einzustellen und stattdessen bis zu acht MEKO A-200-Fregatten des deutschen Unternehmens TKMS zu beschaffen.
Wie das Portal Naval News unter Berufung auf die deutsche Zeitung Hartpunkt berichtet, wurde die Entscheidung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nach Jahren von Verzögerungen, Kostensteigerungen und Unsicherheiten rund um das Programm bekannt gegeben.

Ursprünglich sah das Projekt den Bau von sechs Fregatten der F126-Klasse für die Deutsche Marine vor. Die zunächst auf rund 10 Milliarden Euro geschätzten Kosten hätten jedoch auf über 18 Milliarden Euro steigen können. Bis zur Einstellung des Programms waren bereits rund 2,3 Milliarden Euro investiert worden.
Als Alternative entschied sich Berlin für die Beschaffung von acht MEKO A-200-Fregatten im Gesamtwert von rund 11,6 Milliarden Euro. Der Vertrag umfasst 6,3 Milliarden Euro für die ersten vier Schiffe sowie eine Option über weitere 5,3 Milliarden Euro für vier zusätzliche Einheiten.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die Notwendigkeit, die Fähigkeiten der Deutschen Marine zur U-Boot-Bekämpfung rasch zu stärken und gleichzeitig die Verpflichtungen Deutschlands gegenüber der NATO zu erfüllen.
Die Einstellung des Programms stellt einen schweren Rückschlag für Rheinmetall dar, das nach der Übernahme der Werft Naval Vessels Lürssen die Leitung des F126-Programms übernehmen wollte. Im Gegenzug geht TKMS als größter Gewinner aus der Entscheidung hervor und festigt seine Position als führender Lieferant großer Kampfschiffe für die Deutsche Marine.
Nach Angaben der Bundesregierung liegt der Schwerpunkt nun auf der Beschaffung einfacherer, kostengünstigerer Schiffe, die schneller geliefert werden können – vor dem Hintergrund der deutschen Aufrüstung und der zunehmenden Sicherheitsbedenken in Europa.
„Damit wird sichergestellt, dass unsere Marine so schnell wie möglich die Schiffe erhält, die sie dringend zur Verteidigung gegen russische U-Boote benötigt. Neben TKMS sind auch zahlreiche Zulieferer beteiligt, wodurch Deutschlands Stellung als Zentrum der Verteidigungsindustrie weiter gestärkt wird“, erklärte Bastian Ernst, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Marineangelegenheiten im Bundestag.
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Quelle und Bilder: Damen Naval | TKMS. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
